Zwischen Rotterdam und Amsterdam herrscht eine gesunde Rivalität. Doch wenn es darum geht, Kontrastmittel aus dem Abwasser fernzuhalten, stehen Erasmus MC und Amsterdam UMC fest auf derselben Seite.
Beide Krankenhäuser bereiten die Installation der Toilettenlösung von Zereau für Kontrastmittel vor, die Kontrastmittelrückstände aus dem Urin der Patienten auffängt, bevor sie in die Kanalisation gelangen.
„Verschiedene Städte, gemeinsames Ziel: nachhaltigere Radiologie zum festen Bestandteil des Klinikalltags machen.“
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Ein ganz normaler Toilettengang – mit anderem Ergebnis
Der Ansatz bietet eine Alternative zu Einweg-Urinbeuteln. Patienten können im Krankenhaus eine eigens dafür vorgesehene Toilette benutzen. Das reduziert den Kunststoffverbrauch und erspart ihnen das Sammeln von Urin zu Hause.
Die Installation passt in gewöhnliche Toilettenräume. Sie umfasst zwei Toiletten: eine mit Trenntoilette und eine mit Urinal. Beide sammeln den Urin mit minimaler Verdünnung und erzeugen so einen konzentrierten Strom für eine effiziente Filtration.
Durch das Auffangen des Urins während des Krankenhausbesuchs lassen sich Kontrastmittelrückstände an der Quelle abfangen. Die gesammelte Menge hängt davon ab, wann Patienten die Toilette benutzen und wie viel Kontrastmittel sie bis dahin ausgeschieden haben.
Vom Auffangen zur Rückgewinnung
Die Filter helfen nicht nur, Kontrastmittelrückstände aus dem Abwasser fernzuhalten: Sie ermöglichen auch die Rückgewinnung von Iod und Gadolinium aus dem aufgefangenen Material. So lassen sich wertvolle Ressourcen zurückgewinnen und zugleich weniger Einweg-Sammelprodukte verwenden.
Für Erasmus MC und Amsterdam UMC ist das Ziel pragmatisch: eine Lösung, die in bestehende Räumlichkeiten passt und Patienten wie Personal wenig abverlangt.
„010 gegen 020? Hier spielen beide im selben Team.“
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